Lesen Sie die erhaltenen Allgemeinen Versicherungsbedingungen sorgfältig durch

Sie haben von Ihrem Versicherer eine Versicherungspolice erhalten, welche die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für Ihren Versicherungsfall beinhalten. Dies mag für Sie schwierig sein, denn üblicherweise sind die abgedruckten Bestimmungen kleingedruckt und sehr umfangreich.

Anzeige- und Mitwirkungspflichten des Versicherten im Schadensfall

Der Versicherungsnehmer hat so genannte Obliegenheiten, d.h. Verspflichtungen, denen er unbedingt nachkommen muss, um den Versicherungsschutz nicht zu verlieren, aber auch, um die Fälligkeit der Leistungen herbeizuführen.

Abhängig von der jeweiligen Versicherungssparte haben Sie ein dezidiertes und zeitlich sowie qualitativ abgestuftes Paket von Informations-, Aufklärungs- und Mitwirkungspflichten, das Sie innerhalb bestimmter in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen niedergelegten Fristen zu erüllen haben. Diese Pflichten sollten Sie sehr ernst nehmen. Die Nichterfüllung dieser Pflichten kann ein schwerer Verstoß gegen Ihre vertragliche Pflichten sein.

Wichtig ist jedoch, dass Ihnen die Versicherungsbedingungen oft auch Rechte einräumen, z.B. auf Einholung eines eigenen Gutachtens, um den oft einseitigen Gutachterdarstellungen der Versicherungen substantiell entgegentreten zu können. Die Versicherungnehmer und auch hinzugezogene Berater kennen ihre Rechte in diesem Zusammenhang nicht oder nicht im gebotenen Umfang.

Es sollte hier bereits ein erfahrener Anwalt für Versicherungsrecht eingeschaltet werden, der sicherstellt, dass diese Pflichten im richtigen Umfang wahrgenommen werden und keine Fristen versäumt werden.

Wann liegt ein versichertes Ereignis im Sinne der Versicherungsbedingungen vor? Beweislast für den Versicherungsfall

Oftmals bestreiten Versicherer, dass die Schilderung des Ereiginisses durch den Versicherten der Wahrheit entspricht. Der Versicherungsnehmer jedoch hat das Vorliegen eines Versicherungsereignisses zu beweisen, d.h. er trägt die sogenannte Beweislast für das Vorliegen eines Versicherungsfalles. Versicherungsnehmer sind hier oft in einer misslichen Situation.

Dabei bedarf es allerdings nicht des Ausschlusses letzter Zweifel. Das  erforderliche Beweismaß verlangt keine an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit. Für den Nachweis des Unfalls bzw. der durch diesen eingetretenen Gesundheitsbeschädigung genügt bereits ein für das praktische Leben brauchbarer Grad von Gewissheit, der den Zweifeln Schweigen gebietet, ohne sie auszuschließen.

Gelingt dem Versicherungsnehmer dieser Nachweis nicht, dann wird er im Anspruch auf Leistungen des Versicherers nicht erfolgreich sein.

Achten Sie auf die Nachweisbarkeit der abgegebenen Erklärungen und Handlungen

Wichtig ist für den Versicherungsnehmer die Nachweisbarkeit der Vornahme seiner Obliegenheiten. Sämtliche Erklärungen sind aufgrund der leichteren späteren Nachweisbarkeit im Prozess insbesondere im Interesse des Versicherten schriftlich abzugeben.

An welche zuständige Stelle beim Versicherer müssen die Erklärungen und Anzeigen geschickt werden?

Alle für den Versicherer bestimmten Anzeigen und Erklärungen sind schriftlich abzugeben und sollen an die im Versicherungsschein oder in dessen Nachträgen als zuständig bezeichnete Geschäftsstelle gerichtet werden. Eine einfache Erklärung gegenüber einem Versicherungsvertreter (Agenten) gilt als nicht erfolgt.  Oft verlieren Versicherungsnehmer ihre Ansprüche, weil sie die notwendigen Erklärungen an eine falsche oder nicht bevollmächtigte natürliche oder juristische Person richten.

Klären Sie diese wichtigen Voraussetzung für Ihre spezielle Anspruchserhebung schnellstens mit anwaltlicher Hilfe.

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